Der Goldene Schnitt ist ein Maßverhältnis, das von Menschen verschiedener Kulturkreise seit jeher als harmonisch und angenehm empfungen wird und bei Strecken- und Flächenteilungen sowie Frompropotionen auftritt.
Kaum ein anderes Maßverhältnis warf zugleich so viele Rätsel auf und erstaunte durch sein überraschend häufiges und facettenreiches Auftreten in verschiednesten gestalterischen, naturwissenschaftlichen und spirituellen Gebieten.
Immer wieder setzten sich damit Künstler, Architekten und Mathematiker auseinander. Dieses Seitenverhältnis nannte man “Goldenes Verhältnis” (ratio aurea) oder “Goldenen Schnitt” (sectio aurea).

Diese besondere Teilungsverhältnis fasziniert die Menschen schon lange vor seiner ersten schriftlichen Erwähnung im zweiten Buch der “Elemente” des griechischen Mathematikers Euklid (365 - 300 v. Chr.). Dort lesen wir als 11. Satz die folgende Aufgabe:
Eine gegebene Strecke ist so zu teilen, dass das Rechteck aus der ganzen Strecke und dem einen Abschnitt dem Quadrat über dem anderen Abschnitt gleich ist.
Mit anderen Worten:
Der Goldene Schnitt ist eine spezielle Teilung einer Strecke, bei der die ganze Strecke zum längeren Abschnitt im selben Verhältnis steht, wie die kürzere Strecke zur längeren.

